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„Schule vs. Begabung, Begabung vs. Schule“. So lautet das Motto des Kongresses des Netzwerks Begabtenförderung Hamburg e.V.. Doch so etwas gab es noch nie: Der Kongress wird nämlich von besonders- und hochbegabten Jugendlichen selbst organisiert. Und dazu fand am Sonntag, den 26. Oktober 2008 eine Zukunftswerkstatt unter der Leitung des renommierten Pädagogik-Fachmanns Prof. Dr. Olaf-Axel Burow von der Universität Kassel statt.
25 überdurchschnittlich begabte Kinder und Jugendliche kamen um 9.30 Uhr in die Helmut-Schmidt-Universität, um den Grundstein für eine bessere Förderung von Begabungen in der Schule zu legen. Nach Begrüßungen durch die Kongress-Koordinatorin Gabriele Hartl, Oliver Rebach (ebenfalls im Netzwerk-Vorstand) und Nicola Hemshorn-Bowen von der Hemshorn-Stiftung ging es auch gleich mit Volldampf los.
Nur eine kurze Einführung in das Konzept und den Ablauf der Zukunftswerkstatt, und schon war die Kritikphase dran. „Überforderte Pädagogen“, „Kein Raum für Individualität“ sowie „Miese Bedingungen“ waren die am meisten genannten Punkte. Dann folgte eine Reise in die Zukunft. Bei Harfenmusik stellte sich jeder Teilnehmer vor, wie eine Schule im Jahre 2025 aussieht, die optimal individuelle Begabungen fördert. Unglaublich, was für Ideen dort am Ende herauskamen. Als nächstes die Gruppenphase. Jetzt war gefragt, die Visionen in die Realität zu bringen und in kleinen Teams neue Schulkonzepte auszuarbeiten. Dies wurde anschließend im Plenum diskutiert, wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt waren. Nach dem Mittagessen und vielen Gesprächen in der Pause gelangten die Ergebnisse schließlich zur „Aufführung“: Von Pressekonferenz bis hin zum Darstellenden Spiel war alles bei der Präsentation zum Thema fortschrittliche Schulen vertreten.
Damit war der theoretische Teil der Zukunftswerkstatt beendet. Jetzt ging es in die Realisierungsphase: Was muss bis 2015, 2013, 2010, 2009 geschehen, damit unsere Visionen Wirklichkeit werden? Der Kongress ist 2009. Was wollen wir erreichen? Was sind Aufgaben, die bis dahin erledigt werden müssen? In welche Arbeitsgruppen teilen wir das Organisationskomitee auf? Wer macht was?
Das waren die Leitfragen, die wir in einer immer hitziger werdenden Diskussion geklärt haben.
Nachdem wir das weitere Vorgehen insgesamt besprochen hatten, kam noch etwas ganz Besonderes. Die Fotos, die im Laufe des Tages entstanden waren, wurden, von Musik untermalt, in einer Diashow präsentiert. So gingen nach diesem beeindruckenden Finale alle um 18 Uhr zufrieden nach Hause. Doch nicht, ohne vorher noch ihren Eindruck des Tages mit einem Wort zu beschreiben:
„Wegweisend!“
Das war sie wirklich. Die Zukunftswerkstatt war beendet. Die Planung für den Kongress hatte noch gar nicht angefangen, doch das Ziel war klar: September 2009.
Julian A. Georg |
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